

Empfehle ich jedem




Die gesamte Behandlung von der Erstvorstellung in der Praxis Spectrum MED in der Sendlinger Straße 37 bis zur Nachsorgeuntersuchung sechs Wochen nach der Operation wurde professionell durchgeführt und generalstabsmäßig geplant. Sämtliche bürokratischen Tätigkeiten wie Information der Krankenversicherung, Planung der Rehabilitation wurden mir abgenommen, so dass ich mich voll und ganz auf die Vorbereitung vor der OP und die Genesung danach konzentrieren konnte. Die Erklärung der einzelnen Stationen vor der OP, das körperliche und mentale Trainingsprogramm per Videos empfand ich als äußerst hilfreich und angenehm.
Auch wenn man es nicht glauben mag, die erste physiotherapeutische Mobilisation fand bereits kurz nach dem Aufwachen aus der Narkose und an jedem folgenden Tag im Krankenhaus statt. In der Herzogparkklinik wurde ich vom Pflegepersonal fürsorglich und kompetent versorgt. Es war beruhigend, dass Herr Dr. Grifka für mich täglich, auch am Wochenende, erreichbar war.
Ich bedanke mich bei Herrn Prof. Dr. Grifka für das professionelle Vorgehen und die kompetente Betreuung, und ich empfehle diesen hochgeschätzten Spezialisten uneingeschränkt weiter.

Prof. Dr. Grifka hat mich sowohl wegen meines Knies mit Knorpelschaden Grad 3–4 als auch wegen meiner Wirbelsäulenprobleme im Brust- und Lendenwirbelbereich (Spinalkanalstenosen und Facettensyndrom) behandelt. Von Anfang an habe ich mich bei ihm fachlich wie menschlich hervorragend aufgehoben gefühlt.
Er nimmt sich außergewöhnlich viel Zeit, erklärt alle Befunde und Behandlungsmöglichkeiten sehr verständlich, ruhig und ausführlich und beantwortet jede Frage mit großer Geduld. Seine ruhige, sympathische und souveräne Art schafft sofort Vertrauen. Besonders beeindruckend ist sein enormes fachliches Wissen sowie sein manuelles Geschick, zum Beispiel bei Injektionen – man merkt sofort, dass hier ein äußerst erfahrener Spezialist arbeitet.
Sein außergewöhnliches Wissen kommt sicher auch daher, dass er Professor an der Universität Regensburg ist und dort einen Lehrstuhl innehatte. Dadurch ist er fachlich immer auf dem allerneuesten wissenschaftlichen Stand und verbindet höchste akademische Kompetenz mit langjähriger praktischer Erfahrung.
Was ich besonders schätze: Prof. Dr. Grifka ist kein Arzt, der vorschnell operiert oder nur wirtschaftlich denkt. Im Gegenteil – er versucht zunächst konsequent alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um Operationen möglichst zu vermeiden. Diese verantwortungsvolle und patientenorientierte Haltung finde ich äußerst ehrenwert und leider nicht selbstverständlich.
Ich bin ihm von seinem früheren Hauptarbeitsplatz in der Asklepios Klinik Bad Abbach in seine neue Praxis in der Galgenbergstraße 25 in Regensburg gefolgt – und habe diese Entscheidung kein einziges Mal bereut.
Auch die Praxis selbst ist sehr angenehm:Das Ambiente ist ruhig und freundlich, die Mitarbeiterinnen sind äußerst nett, hilfsbereit und professionell. Das gesamte Team arbeitet harmonisch zusammen, sodass man sich als Patient wirklich willkommen und bestens betreut fühlt.
Am Rande möchte ich erwähnen, dass ich dies sehr gut beurteilen kann, da ich selbst zwei große Zahnarztpraxen besitze und daher aus eigener Erfahrung weiß, wie wichtig es ist, dass Patienten sich wohlfühlen, umfassend beraten werden und ein Team mit hoher fachlicher Kompetenz und echter Fürsorge arbeitet. Genau diese Kombination aus medizinischer Spitzenkompetenz, menschlicher Zugewandtheit und einem hervorragend organisierten Team erlebe ich bei Prof. Dr. Grifka und seinem gesamten Praxisteam.
Für mich gehört Prof. Dr. Grifka fachlich wie menschlich zu den besten Ärzten, die ich je erlebt habe.Hier stimmt einfach alles – medizinische Kompetenz, menschliche Art und das gesamte Praxisteam.
Von mir gibt es daher die absolut beste Bewertung und eine uneingeschränkte Empfehlung.

Am 15.12.2025 habe ich mich für eine Nanofett-Transplantation bei Prof. Grifka entschieden – eine Entscheidung, die mein Leben spürbar verändert hat. Der Eingriff verlief völlig komplikationslos, und auch die Narkose habe ich sehr gut vertragen. Nach der Operation hatte ich lediglich eine leichte, kurzzeitige Schwellung – nichts im Vergleich zu dem, was ich befürchtet hatte.
Was mich besonders glücklich macht: Bereits acht Wochen später konnte ich wieder Rennrad fahren – ohne Schmerzen, ohne Instabilität, ohne ständige Gedanken an mein Knie. Dieses Gefühl von Bewegungsfreiheit hätte ich mir vorher kaum noch vorstellen können.
Neben dem medizinischen Erfolg hat mich vor allem die menschliche Seite beeindruckt. Prof. Grifka war jederzeit ansprechbar, nahm sich Zeit und beantwortete meine Fragen persönlich oder per E-Mail schnell und verständlich. Ich habe mich ernst genommen, gut betreut und sicher gefühlt.
Für mich war diese Behandlung ein echter Wendepunkt. Ich würde mich jederzeit wieder für diesen Weg entscheiden.

Herr Professor Grifka ist ein sehr herzlicher, empathischer Arzt, der sehr individuell und einfühlsam auf den Patienten ohne Zeitdruck eingeht.
Ich kann nur das Beste über ihn sagen und würde auch 7 Sterne vergeben, wenn möglich.
Vielen Dank nochmals für ihre Behandlung. Auch über die Herzogparkklinik kann ich nur das Beste berichten, durchgehend überaus freundliches Personal.

Ich war am Montag, 2.2.2026, bei einer Knieprothesen-Operation des linken Knies, bei Herr Professor Dr. Dr. Joachim Grifka!
Als ich ca. 3 Wochen vorher zu ihm kam, war es mir nicht mehr möglich schmerzfrei zu gehen, da ich im linken Knie bereits eine stark ausgeprägte Arthrose hatte. Ich konnte nur noch unter stärksten Schmerzen gehen und stehen. Schnell wurde klar, dass der Schaden ohne eine OP nicht mehr in den Griff zu bekommen war.
Herr Professor Grifka bot mir an, mich zu operieren. Weil ich wegen der Schmerzen nicht mehr gehfähig war, hat mich Herr Prof. Grifka vorgezogen. Er hat eine neue, revolutionäre Technik entwickelt, bei der man relativ schmerzfrei bereits nach kurzer Zeit wieder mobil werden kann. Ich musste bzw. durfte vorher noch eine sehr informative Vorbereitung mittels von ihm erstellter Informationsvideos, mit detaillierten Erläuterungen aber auch mit konkreten und sehr guten Vorbereitungsübungen zur Kräftigung der Beinmuskulatur machen. Seine Informationenen und die Vorbereitungsübungen haben mir sehr geholfen, gut vorbereitet und völlig angstfrei in die Operation zu gehen.
Die Operation selbst erfolgte unter einer sogenannten Halb-Spinalanästhesie, d. h. es wurde nur das betroffene Bein betäubt und zusätzlich bekam ich entsprechend Beruhigungsmittel, die erforderlichenfalls auch bis zum Schlaf gegangen wären, verabreicht.
Von der Operation selbst habe ich nichts bemerkt, als ich aufwachte hatte ich keinerlei Schmerzen und – was ich fast nicht für möglich gehalten hätte – ich konnte schon auf dem OP-Tisch das operierte Bein bewegen und bereits ca. 3 Stunden nach der OP aufstehen und vorsichtig mit Gehhilfen und unter Betreuung einer Physiotherapeutin meine ersten schmerzfreien Schritte machen. Ich hatte keinerlei Schläuche im Knie, keine Infusionen und keinen Urinkatheter. Es kam auch zu keinerlei Blutungen oder sonstigen Komplikationen!
Ich verbrachte dann noch ein paar wenige Tage in der Herzogpark-Klinik, wo ich von dem dortigen Pflegepersonal bestens betreut wurde.
Begleitend kamen immer wieder Herr Prof. Joachim Grifka und auch sein Vertreter Herr Dr. Axel Greiner um nach mir zu sehen. Zusätzlich wurde ich durch die Physiotherapeuten der Physiopraxis Elephys, mit denen Herr Prof. Grifka eng zusammenarbeitet, betreut und mit Gang-, Koordinations- und Konditionsschulung und mit begleitender Lymphdrainage versorgt.
Bereits am 3. Tag nach der OP hätte ich ohne Gehhilfe gehen können, nutze dies aber vernünftigerweise zu Sicherheit noch eine Zeitlang!
Heute, am 4. Tag nach der Operation, bin ich völlig schmerzfrei, kann wieder gehen und sogar auch schon Treppensteigen und bin überglücklich, an diese tollten Ärzte und Therapeuten geraten zu sein!
Während der ganz Behandlung merkte man immer wieder, dass es Herrn Professor Grifka und seinem Helfer- und Betreuerteam absolut um das Wohl des Patienten ging bzw. geht. Herr Professor Grifka meldete sich auch immer wieder mal telefonisch oder per Email, um nach dem aktuellen Genesungszustand zu schauen.
Es war und ist völlig offensichtlich, dass diese wunderbaren Ärzte und Therapeuten wahre Menschenfreunde sind, denen das Wohl ihrer Patienten eine echte Herzensangelegenheit ist!
Ihnen allen, ganz besonders aber Herrn Professor Joachim Grifka, meinen herzlichsten Dank für die gute und ganz ausgezeichnete Behandlung, die dazu geführt hat, dass ich wieder beschwerdefrei gehen kann – und das schon nach erstaunlich kurzer Zeit nach der Operation!
Herr Professor Grifka ist wahrlich ein ganz wunderbarer Mensch, ein super Arzt und ein echter Menschenfreund – man ist bei ihm wirklich in den allerbesten Händen!
Nochmals herzlichsten Dank für alles!

Er besitzt ein sehr hohes Fachwissen und hat sich den Ruf als „Hüft-Papst“ wahrlich verdient.
Er ist auch immer erreichbar für mich gewesen und hat sich sehr um mich bemüht.
Ich kann Professor Dr. med. Grifka uneingeschränkt zu 100% empfehlen.
Im Krankenhaus Herzogpark Klinik, München/Bogenhausen (Privatstation), in dem ich von Prof. Dr. Grifka operiert wurde (künstliches Hüftgelenk rechts), fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Das Pflegepersonal war immer freundlich und hilfsbereit. Die Narkoseärzte, die bei mir eine Spinalanästhesie (keine Vollnarkose) durchgeführt haben, haben diese perfekt und schmerzfrei durchgeführt, so dass ich von der OP nichts mitbekommen habe. Die Krankengymnastinnen waren auch stets freundlich und informierten mich gut über alles, was ich wissen musste.
Bereits wenige Stunden nach der OP konnte ich meine ersten Schritte (natürlich mit Krücken) auf dem Flur des Krankenhauses machen. Bereits am ersten Tag nach meiner OP war eine 100%-Belastung meines Beines wieder möglich.
Nach 4 Tagen Krankenhausbehandlung war ich bereits wieder zu Hause und habe anschließend eine ambulante REHA-Maßnahme durchgeführt. Auch hier hat sich Professor Dr. med. Grifka persönlich für mich eingesetzt, dass diese Reha in der Nähe meines Wohnortes möglich wurde.
Jetzt, ein halbes Jahr nach der OP, kann ich wieder ein normales, uneingeschränktes und schmerzfreies Leben führen!
Sehr gute Versorgung von Prof. Grifka in München. Konnte schon zwei Stunden nach der OP wieder aufstehen und laufen.
Außerordentlich nettes Pflegepersonal. Kann ich nur empfehlen.
K. F., 74 Jahre
Meine Hüft-OP bei Prof. Dr. Grifka war ein voller Erfolg!
Marleni R., 74 Jahre
Meinen nachträglichen großen Dank an Prof. Dr. Dr. Grifka und Team für die bewundernswerte Leistung, mir als Patienten wieder die Möglichkeit zu geben, schmerzfrei und wieder mit Freude mein Leben und meinen Alltag zu gestalten.
Robert S., 49 Jahre
Ich bedanke mich bei Professor Grifka
und seinem Team für die gute Behandlung und den damit verbundenen Erfolg.
Erwin G., 68 Jahre
Ein besonderes Dankeschön an Herrn Prof. Dr. Grifka! Dank seiner super Operation hatte ich keinen Tag Schmerzen!
Florian Z., 54 Jahre
Sehr geehrter Herr Professor Grifka, meine Anerkennung und herzlichen Dank für Ihr medizinisches Wissen und Können sowie für die erfahrene Fürsorge.
Lisa K., 35 Jahre
Herr Prof. Dr. Dr. Grifka, ich möchte mich bei Ihnen bedanken für die Kniegelenkoperation, die Sie sehr gut ausgeführt haben. Durch Ihre positive Ausstrahlung, Ihre Ruhe und Freundlichkeit sind Sie ein doppelter Segen für die Patienten.
Martin A., 76 Jahre
Die Versorgung und Betreuung durch Prof. Grifka und das Klinikpersonal waren sehr gut und die Schwestern sehr hilfsbereit und freundlich.
H. S., 80 Jahre
Sehr geehrter Herr Dr. med J. Grifka, Ihre Empfehlungen haben mir sehr geholfen, bis heute hat sich das konservative Vorgehen positiv entwickelt. Sollte dennoch eine Knie-OP notwendig werden, hoffe ich, dass ich mich bei Ihnen melden darf.
Mit Dankbarkeit
M. N., 49 Jahre
Eröffnungsfeier Spectrum MED
Am 9. Juli 2025 feierten wir die Eröffnung unserer neuen Praxisräume – ein gelungener Auftakt für Spectrum MED. Ein besonderes Highlight war die persönliche Ansprache von Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und ehemaliger Staatsminister für Gesundheit und Pflege.
https://spectrum-med.de/
Hüft-Operation "to go"
Berichterstattung über eine Live-OP einer ambulanten Hüftprothesenoperation
10.000ste Knieprothese
Prof. Grifka: Herr Roider, wir sitzen hier zusammen, weil Sie von uns die 10.000ste Knieprothese implantiert bekommen haben. Das ist eine große Zahl. Unsere Klinik hat einen Schwerpunkt im Bereich der künstlichen Gelenke, vor allem Hüftgelenke, Kniegelenke. Das sind die häufigsten neuen Gelenke. Die Technik für diese Operationen haben wir hier in der Klinik entwickelt. Sie sind nun per Zufall der Patient, der das 10.000ste Knieimplantat von mir bekommen hat. Vielleicht können Sie einmal erzählen, wie die Beschwerdesymptomatik vor der Operation war.
Herr Roider: Ich war ja seit meiner Kindheit Fußballer. Und als ich dann in das Alter von 40 – 45 gekommen bin, habe ich gemerkt: Mensch, meine Knie zwicken immer mehr. Jeder Schritt beim Treppensteigen hat mir so wehgetan, dass ich zum Arzt gegangen bin, eine zweite Meinung bei Ihnen eingeholt und in den Gesprächen schon gemerkt habe, dass ich eine Knieprothese brauche. Ich habe es irgendwann ohne Tabletten nicht mehr ausgehalten.
Auch die Nächte waren furchtbar. Ohne Kissen zwischen den Beinen, zwischen den Knien, konnte ich nicht mehr schlafen. Jede Stunde bin ich wach geworden. Jeder Versuch, sich in die andere Richtung zu drehen, war schwierig. Spazierengehen ist gar nicht mehr gegangen. Zum Schluss habe ich nicht mal mehr rauchen gehen können, weil jeder Schritt so wehgetan hat.
Prof. Grifka: Wenn Sie jetzt überlegen, wie das im ganzen Ablauf war, also Vorbereitung auf die Operation, die Opera-tion selbst, wie Sie die erlebt haben, und was nach der Operation noch alles gewesen ist …
Herr Roider: Die Aufnahme und auch die OP selber mit der Narkose war kein Problem. Ich war eine Zeit lang im Aufwachraum, bis ich dann zur Station verlegt wurde – das war sehr angenehm.
Ich habe es mir von den Schmerzen her schlimmer vorgestellt, als es dann letztendlich war. Rundum war ich sehr zufrieden.
Prof. Grifka: Wichtig ist, dass man die Beweglichkeit, die man vor der Operation hat, die volle Streckung des Kniegelenkes und die Beugung, auch nachher erreicht und somit z.B. wieder Radfahren kann. Hier muss man sehr, sehr schnell trainieren, damit man diese Beweglichkeit beibehält. Wichtig ist auch das Gehstützen-Training: Zuerst wird auf dem Stationsgang Gehen, dann Treppe steigen geübt.
Herr Roider: Es hat mich sehr gewundert, diese Beweglichkeit schon bei der ersten Knie-TEP. Kaum ist man das erste Mal vom Bett raus, dann kommt schon die Physiotherapeutin. Für mich war es sehr gut und auch wichtig, dass man sofort nach der Operation mit der Mobilisation, sprich mit der Physiotherapie im Krankenzimmer, beginnt.
Selbstständig und mobil nach Knieoperation
Viele Patienten sind ihr Leben lang aktiv und gewohnt, ihren Alltag selbstständig zu gestalten. Mit den Jahren kommen die ersten „Wehwehchen“. Patienten mit Kniearthrose wissen, wie es sich anfühlt, plötzlich in der Mobilität eingeschränkt und auf Hilfe angewiesen zu sein. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, interdisziplinär neue Therapiekonzepte zu entwickeln, um eine gute und sichere Patientenversorgung im Anschluss an eine Operation zu gewährleisten. Deshalb wurde an der orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Klinikum Bad Abbach Anfang 2018 ein Konzept entwickelt, um Patienten nach einer Operation schneller auf die Beine zu bringen: die Fast-Track–Endoprothetik. In Zusammenarbeit mit ambulanten Rehabilitationsstrukturen konnte dieses Verfahren weiterentwickelt werden, um Patienten eine rasche und sichere tagesstationäre Versorgung mit einem neuen Knie- oder Hüftgelenk anbieten zu können.
Herr Hagn ist einer der Patienten, die mittlerweile von diesem ambulanten Therapieverfahren profitieren konnten. Er erhielt im März 2021 ein neues Kniegelenk rechts. Der 72-jährige Patient berichtete bei seiner Erstvorstellung in unserer Kniegelenksprechstunde über seit mehreren Jahren bestehende belastungs- und bewegungsabhängigen Schmerzen im rechten Kniegelenk.
Dabei zeigte sich ein typisches Bild mit beschwerdebedingter Einschränkung der Lebensqualität bei ausgeschöpften konservativen Behandlungsmöglichkeiten. Er berichtete, er sei sportlich noch aktiv mit dem Anspruch auch noch in Zukunft fit und mobil zu bleiben und dabei das Leben genießen zu können.
Herr Hagn entschied sich für die ambulante Knieprothesen-Operation. Für ambulante Prothesenoperationen haben wir ein spezielles Schulungsprogramm ausgearbeitet, das diese Patient:innen vor der Operation durchlaufen und dabei eine genaue krankengymnastische Unterweisung bekommen. Mit fünf Trainingseinheiten werden Bewegungsabläufe – auch mit Kniestützen Treppe gehen, Bewegungsübungen für Muskelkräftigung, Stabilisation und Dehnung trainiert sowie ein spezielles Programm zur Koordinationsschulung, um die Sicherheit beim Gehen zu verbessern. Ebenso wird ein leichtes Gerätetraining (in geschlossener Kette) absolviert. Physiotherapie und Patient bestätigen jeweils das Absolvieren der verschiedenen Etappen des Vorbereitungsprogramms. Anschließend überzeugen wir uns in der Klinik davon, dass der Patient mit allem gut vorbereitet ist und auch sein häusliches Umfeld für eine ambulante Operation passt.
Sodann wird bei dem Patienten ein besonders schonendes Operationsverfahren mit Teilnarkose des Beines, einer blutsparenden operativen Vorgehensweise und einer Schmerztherapie vor Ort am Kniegelenk, wo präpariert wird, durchgeführt. Etwa zwei Stunden nach der Operation kann der Patient dann aufstehen. Herr Hagn berichtete über ein nur mildes Spannungsgefühl im Knie. Das Kniegelenk war frei beweglich. Er absolvierte noch auf dem Stationsflur einen entsprechenden Bewegungsparcours und ist sicher Treppe gestiegen. Sodann konnte er noch am Operationstag nachhause entlassen werden. In den Folgetagen war er dann wiederum zur ambulanten Physiotherapie in dem Trainingszentrum, in dem er auch die Vorbereitung vor der Operation durchlaufen hat.
So konnte Herr Hagn die Tage nach Operation ohne Schmerzen zuhause verbringen, seinen Alltagsaktivitäten nachgehen und sehr schnell wieder seine Belastbarkeit und Mobilität steigern. Mit den beigefügten Videos berichtet er, wie seine Phase nach der Operation verlaufen ist und wie schnell er wieder freizeitmäßig aktiv sein konnte, bis hin zum Skifahren.
Schneller auf den Beinen – rascher unabhängig
In Deutschland werden immer mehr künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt:
Rund 400.000 im Jahr. Mit der steigenden Zahl der Erstoperationen steigt die Zahl der Folgeoperationen.
Die Orthopädische Universitätsklinik Regensburg ist deutschlandweit und international führend bei Operationen mit künstlichen Gelenken. Schon in der Vergangenheit waren OP-Techniken und Behandlungskonzepte aus Bad Abbach richtungsweisend für das orthopädische Fachgebiet. Kontinuierlich sind Gäste aus aller Welt in Bad Abbach, um fortschrittliche Behandlungskonzepte kennen zu lernen.
Schon wenige Stunden nach der Operation auf den Beinen
Der Hüftgelenkersatz ist einer der Schwerpunkte der Entwicklung. So wurde vor gut 10 Jahren in Bad Abbach eine spezielle, muskelschonende Operationstechnik entwickelt. Diese Technik erlaubt, das Hüftgelenk freizulegen, ohne die Muskulatur abzulösen oder zu zerschneiden. In den meisten Kliniken in Deutschland werden auch heute noch Schnitte seitlich oder von hinten gesetzt, um das Hüftgelenk zu erreichen. Dabei wird die Muskulatur durchschnitten. Dies führt zu vermehrten Blutungen. Die Muskulatur muss anschließend wieder aufwändig genäht werden. Die Mobilisierung nach einer Operation ist schwieriger, da die Muskulatur beschädigt und schmerzhaft ist. Außerdem kann es zu muskelbedingten Vernarbungen der Muskulatur kommen.
Anstelle des Durchschneidens der Muskulatur wurde in Bad Abbach eine Micro-Hip-Technik entwickelt, bei der die Operation durch eine Muskellücke erfolgt. Die Muskeln werden lediglich mit den Fingern auf einer kurzen Strecke auseinandergeschoben und nicht zerschnitten. So erreicht man das Hüftgelenk muskelschonend und ohne vermehrte Blutung.
Intakte Muskulatur – kaum Schmerzen
Die Operationstechnik als solche ist für den Operateur anspruchsvoller, für den Patienten aber ein großer Gewinn, da er kaum Schmerzen hat und die Muskulatur intakt bleibt. So ermöglicht diese muskelschonende Operationstechnik der Micro-Hip, dass der Patient schnell wieder auf den Beinen ist und damit schneller persönlich unabhängig, sich also auch schnell hygienemäßig selbst versorgt.
„Mein Zustand vor der OP war so schlecht, dass ich nicht mehr in der Lage war, den Alltag zu bewältigen. Die Schmerzen wurden immer schlimmer – bei Tag und bei Nacht. Es gab keine andere Möglichkeit als ein neues Hüftgelenk.
Ich war überglücklich, dass ich schon im Aufwachraum schmerzfrei mit der Krankengymnastin einige Schritte gehen konnte.“
„Ich kann mich jetzt wieder selber versorgen und habe, was das Hüftgelenk anbelangt, keinerlei Schmerzen mehr.“
J.W., 94 Jahre
Die muskelschonende Operationstechnik erlaubt es, noch einen Schritt weiter zu gehen. Mit einem speziell ausgearbeiteten Früh-Mobilisierungsprogramm und einer intraoperativen Anwendung von lokal wirksamen Betäubungsmitteln (lokale Infiltrationsanalgesie) kann der Patient bereits 2 Stunden nach der Operation unter physiotherapeutischer Anleitung die ersten Schritte unternehmen.
Für dieses Programm erfolgt bereits vor der Operation ein Gehtraining mit Unterarmgehstützen. Nach dem ersten Aufstehen kurz nach der Operation folgen 2x täglich gezielte krankengymnastische Behandlungen auf Station und ein neues Programm konsequenter Eigenübungen für das mehrmalige tägliche Trainieren.
Es ist eine Besonderheit unserer Klinik, dass Patienten ihre/n persönliche/n Physiotherapeut/in haben, die/der sie über den ganzen stationären Aufenthalt begleitet. Der Patient wird in diesem zusätzlichen Programm vermehrt gefordert. Die Patienten freuen sich über die frühe Selbstständigkeit, eine weitere Verminderung des Schmerzmittelbedarfs und die schnelle Rückgewinnung des natürlichen Bewegungsablaufes.
So bauen innovative OP-Techniken und ausgefeilte Behandlungsprogramme aufeinander auf und bieten große Vorteile für den Patienten.
Jeder Schritt tat weh – jetzt Turniertänzer
Vor dreißig Jahren erlitt Herr Wölfle bei einem schweren Verkehrsunfall einen Beckenbruch mit Verlauf des Bruchs durch die Hüftpfanne. Dadurch entwickelte sich eine Arthrose des linken Hüftgelenkes, die so ausgeprägt war, dass selbst einfaches Gehen ständig Beschwerden machte. Im November 2010 implantierten wir ein neues Hüftgelenk in Microhip-Technik. Heute kann Herr Wölfle nicht nur problemlos seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, sondern geniest seine Freizeit mit besonderen Erfolgen als Turniertänzer.
Prof. Grifka: Wie hatten sich Ihre Beschwerden entwickelt?
Hr. Wölfle: Meine Beschwerden haben sich über Jahre hinweg entwickelt. Es resultierte aus einer Hüftpfannentrümmerfraktur aus dem Jahre 1980, die damals mit einer Platte und Schrauben operativ behandelt worden ist.
Was hat Sie im täglichen Leben besonders eingeschränkt?
Bei den Gehstrecken war es zunehmend anstrengend, das heißt es begann zunehmend wehzutun und beim Treppensteigen war es eine Herausforderung.
Wie war das Aufstehen, z.B. aus dem Sitzen?
Es war ein Gefühl, dass ich alles erst wieder einlaufen müsste. Die ersten Schritte waren dahingehend beschwerlich, dass ich erst wieder ins Laufen kommen musste. Kniebeugen waren nicht möglich.
Die Operation als solche ist ja für jeden Menschen, im wahrsten Sinne des Wortes eine einschneidende Maßnahme. Damit sind auch Ängste und Sorgen verbunden. Wie war das bei Ihnen vom Ablauf her?
Da werden Sie sich jetzt wundern. Es war geprägt von Vorfreude und Nachfreude: Es ist endlich vorbei. Diese Schmerzen sind weg, die wirklich schlimm waren. Ich habe mich gefreut, selbst das OP-Personal hat diese Vorfreude gemerkt, die sich gewundert haben: Wie kann ein Mensch sich so auf eine OP freuen? Ich habe genau gewusst, dass alles gut gehen wird, weil ich Vertrauen zu Ihnen gehabt habe. Das hat sich im Vorfeld schon aufgebaut und ich habe gewusst, dass Sie operieren und dass Sie mit einem tollen Team das schaffen, was ich mir so sehr gewünscht habe – keine Schmerzen. Die Operation selber war für mich eine logische Konsequenz und ein Etappenschritt auf dem Weg, das wieder zu tun, was ich auch tun will. Ich habe natürlich schon Hemmnisse gehabt, mich zu bewegen und war total überrascht, als ich innerhalb kürzester Zeit das erste Mal das Bett verlassen habe und ein paar Tage später bereits eingeladen wurde, zu Fuß von der Station in den Reha-Bereich zu laufen – ein großes Erfolgserlebnis.
Herr Wölfle, wir legen großen Wert darauf, dass wir den Patienten aufklären und informieren, obwohl man sich so gut fühlt sich nach der Operation. Es ist ja ein Schnitt, der keine Muskeln durchtrennt, wo ich dank dieser Technik die Muskeln nur auseinanderschiebe und die Implantate einsetzten kann und nicht etwa die Muskeln durchtrenne, wie das sonst immer üblich ist.
Muskel durchtrennen heißt, man schneidet durch den Muskel. Das bedeutet, dass man nachher alle Muskeln wieder nähen muss, die dann erst wieder zusammenwachsen und heilen müssen. Das ist die Phase, in der solche Patienten Schmerzen haben, in der sie in ihrer Beweglichkeit und beim Laufen noch eingeschränkt sind. Gleichwohl, auch mit dieser neuen Operationstechnik müssen wir natürlich die Ruhe im Knochen haben, damit der Knochen an das Implantat heranwächst und es komplett einmauert. Deswegen eine Entlastung mit Gehstützten, ganz konsequent für 5 Wochen, obwohl man sich eigentlich viel besser fühlt und denkt, man könnte Auftreten. Für viele ist das noch so eine kleine Bremse, aber das ist wichtig, damit diese Operation dann auch vom Ergebnis her langfristig gut ist.
In den Jahren danach hat sich das als sehr positiv erwiesen. Aufgrund meines Sports – ich bin Turniertänzer – habe ich einen hohen Anspruch an die Beweglichkeit, die Schrittgröße, aber auch an die Belastungsintensität. Das Jahr 2011 hatte ich genutzt, um die Grundlagen zu legen – damals in der untersten Turnierklasse. 2012 konnte ich so richtig mit Turnieren loslegen. Mittlerweile tanzen meine Frau und ich in der A-Klasse der Amateure, und nach der A-Klasse kommt nur noch die Sonderklasse – und die haben wir fest im Auge.
Da kann ich Ihnen nur zu Ihren persönlichen Erfolgen gratulieren und Ihnen für Ihr weiteres sportliches Ziel alles Gute wünschen.